Technisat Digit HD8-S Testbericht

September 5th, 2012 Leave a comment Go to comments

Testbericht TechniSat Digit HD8-S

Auf den neuen TechniSat Digit HD8-S war ich sehr gespannt. Bisher habe ich noch keinen HDTV-Receiver von TechniSat im Einsatz gehabt und war neugierig auf das Gerät. Also los und gleich mal alles auspacken.

Technisat Digit HD8-S Packungsinhalt

Technisat Digit HD8-S Packungsinhalt

Das Gerät selbst ist sehr gut verarbeitet und hat ein schickes Front-Design. Links befindet sich ein Ein/Aus-Schalter und ein rundes Tastenfeld mit 4 Tasten und einer “OK”-Taste in der Mitte. Damit lässt sich auch ohne Fernbedienung umschalten. Die vordere Klappe kann geöffnet werden. Dahinter verbergen sich einige Slots und Anschlüsse.

Ein Blick hinter die Frontklappe des TechniSat Digit HD8-S

Ein Blick hinter die Frontklappe des TechniSat Digit HD8-S

Links ist ein USB-Anschluß. Rechts daneben ein Einschub für eine SIM-Card und ein weiterer Einschub für “MS/SD/MMC” Karten. Dann kommt ein Slot für “Compact Flash” Karten und darüber liegt der Slot für den integrierten Conax-Kartenleser zum Empfang von Programmen welche in Conax verschlüsselt werden. Voraussetzung dafür ist eine Smartcard des jeweiligen Anbieters. Ganz rechts befinden sich noch 2 Common Interface Schächte. Hier können weitere CAM-Module eingeschoben werden, über die dann auch andere Verschlüsselungsverfahren für Pay-TV genutzt werden können.

Nun zur Fernbedienung:

Die Fernbedienung des Digit HD8-S

Die Fernbedienung des Digit HD8-S

Die Fernbedienung hat eine etwas gebogene Form und kommt damit wohl etwas der natürlichen Haltung entgegen, die man beim Umschalten üblicherweise hat. Man braucht die Hand nicht so sehr nach vorne zu richten, um umzuschalten. Sie liegt sehr gut in der Hand. Bei normaler Haltung in der rechten Hand liegt der Daumen automatisch auf der “OK”-Taste in der mitte, also die Taste mit der man einiges machen kann. Da hat sich doch jemand Gedanken gemacht 😉

Die Rückseite des TechniSat Digit HD8-S bietet alles notwendige. Links ist der F-Connector für den Anschluß der Sat-Antenne bzw. des Multischalters. Rechts daneben sind 6 Cinch-Buchsen. Die unteren 3 teilen sich auf in 2 analoge Audioausgänge und einen Videoausgang. Die oberen 3 sind die Komponentenausgänge. Rechts daneben sind 2 Scart-Anschlüsse (TV oder VCR). gefolgt vom HDMI-Ausgang zum Anschluß einen LCD-Fernsehers. Daneben sind die digitalen Audioausgänge (S/PDIF OUT / Coaxial) sowie eine Netzwerkschnittstelle und eine USB-Schnittstelle. Zu guter Letzt noch ein Netzschalter um das Gerät komplett auszuschalten und der Anschluß des Netzkabels.

Die Rückseite des TechniSat Digit HD8-S

Die Rückseite des TechniSat Digit HD8-S

Nach dem Ersten einschalten startet das Gerät mit einem Assistenten, um die Ersteinrichtung durchzuführen. Hier werden die wichtigsten Dinge, wie Sprache, Land, Bildformat und die Antennenkonfiguration abgefragt.

Satellitenkonfiguration beim TechniSat Digit HD8-S

Satellitenkonfiguration beim TechniSat Digit HD8-S

Was mir sehr gut gefällt ist die Einrichtung der Satelliten. Hat man einen Satelliten konfiguriert wird diese Einstellung gleich über einen Test-Transponder des betreffenden Satelliten geprüft und man bekommt eine Meldung, ob die Sat-Anlage auch auf den jeweiligen Satelliten ausgerichtet ist. Nach der Einrichtung der Satelliten wird direkt über Satellit geprüft, ob eine neue Software-Version für das Gerät verfügbar ist. So hat man gleich nach der ersten Inbetriebnahme die aktuelle Software auf dem Gerät, das ist sehr lobenswert. Der Softwarestand bei meinem Testgerät ist übrigens 2.40.x.1 (xx).

Während der Erstinstallation wird gleich auf neue Software geprüft

Während der Erstinstallation wird gleich auf neue Software geprüft

Im nächsten Schritt erfolgt die Sendersuche. Hier hat mandie Möglichkeit, entweder eine fertige Senderliste via Satellit zu laden (ISIPRO) oder den Programmsuchlauf komplett manuell durchlaufen zu lassen. Bei meiner Konfiguration hatte ich mit der ISIPRO-Liste bei den 4 Satelliten Astra 19.2, 23.5, 28.5 und Hotbird 13° Ost allerdings nur knapp 800 Programme in der Liste. Nach einem manuellen Suchlauf waren es über 4.000 was wohl eher der Realität nahekommt.

Was mir noch sehr gefallen hat ist die Auswahl der Regionalprogramme. Man kann während der Einrichtung gleich die Regionalprogramme mit einer Auswahlliste auswählen. Z.B. für meine Region kann ich den WDR Aachen einstellen und habe gleich das passende Dritte eingestellt. Da habe ich mir bei manchen Receiver schon einen abgebrochen, das nenne ich mal Benutzerorientiert.

Auswahl der Regionalprogramm beim TechniSat Digit HD8-S

Auswahl der Regionalprogramm beim TechniSat Digit HD8-S

Nach dem Laden der SFI-Daten(SiehFern Info Plus) ist das Gerät dann betriebsbereit.

Beim normalen Fernsehbetrieb wird nach dem Umschalten die “Infobox” angezeigt. Diese gibt Informationen zum aktuellen Programm wieder (Videotext, Dolby Digital, 16:9 Sendung, Untertitel, Mono). Außerdem werden noch, falls SFI-Daten für den Sender vorliegen das Genre und die FSK-Freigabe der Sendung angezeigt, zudem wird, falls das Programm ein Regionalprogramm ist auch dieses noch mit angezeigt.

Die Infobox

Die Infobox

Die Startzeit des TechniSat Digit HD8-S ist übrigens spitze, das Gerät braucht grade mal 14 Sekunden bis das Bild auf dem Fernseher erscheint, die Umschaltzeiten sind sehr angenehm und liegen bei ca. 1 Sekunde. Bei Umschaltung auf einen Verschlüsselten Premiere Sender dauert es leider länger (5-6 Sekunden). Allerdings muss man dazu sagen, dass der Test mit einem Mascom Alphacrypt Modul (Software 3.16) und einer neuen Premiere Nagra 3 Karte durchgeführt wurde und diese Kombination soviel ich weiß von Premiere offiziell nicht unterstützt wird. Ich gehe davon aus, das hier nicht der TechniSat Receiver der Verursacher ist, sondern die Kombination an sich. Da ich aber denke, das dieses Thema viele Leute interessiert nehme ich es auch in den Testbericht mit auf.

Der Programm-Navigator ist sehr übersichtlich gestaltet und auch das kleine Vorschaubild wird beim Scrollen der Sender sehr schnell mit umgeschaltet. Was ich persönlich sehr schön finde ist die Status-Anzeige, welche bei jedem Programm noch zusätzlich per Knopfdruck eingeblendet werden kann. Dort kann der Technik-Interessierte jeden einzelnen Parameter des aktuellen Senders ablesen. Informationen zum aktuellen Transponder, Frequenz, Signalpegel, Qualität und noch vieles mehr werden angezeigt. Das interessanteste jedoch ist die Anzeige der “Video Bit Rate”. Hier wird in Echtzeit die Video Bitrate dargestellt und diese ändert sich je nach Bildinhalt. Die Video Bitrate ist je ein wichtiges Indiz für die Bildqualität. Je höher die Bitrate ist, um so besser wird das Bild.

Für Technik-Freaks - Die Detailanzeige der Senderparameter

Für Technik-Freaks – Die Detailanzeige der Senderparameter

Auf der Fernbedienung befindet sich noch eine “Genre”-Taste. Hiermit kann man Programme gezielt nach Genres auflisten lassen. So ergibt z.B. die Auwahl des Genres Musik die folgende Liste mit Programmen:

Auflistung der Programme nach Genres

Auflistung der Programme nach Genres

Auch eine Auflistung nach Anbietern (z.B.: ProSiebenSat 1, Premiere…) ist möglich.

Zum Thema Stromverbrauch, da war ich doch sehr erstaunt, wie sparsam der Digit HD8-S ist. Im Standby verbraucht das Gerät zumindest mit meinem Messgerät keinen Strom und im laufenden Betrieb sind es grade mal 16 Watt. Respekt.

Stromsparer TechniSat Digit HD8-S

Stromsparer TechniSat Digit HD8-S

Mittlerweile ist mit der neuen Software-Version 2.40.0-1195c auch eine PVR-Funktion für den Digit HD8-S integriert worden, damit sind endlich Aufnahmen auf Festplatte oder geeigneten USB-Sticks möglich. Also hab ich gleich mal angefangen zu testen.

Zum Test habe ich eine externe USB-Festplatte (250 GB Western Digital) genommen. Zuerst habe ich die Geschwindigkeit geprüft, dann für PVR formatiert und eingerichtet.

Lesegeschwindgikeit überprüfen

Formatierung für die PVR-Funktion

Formatierung für die PVR-Funktion

Zuvor hatte ich das ganze mal mit einem normalen 2GB USB-Stick getestet, den ich mal irgendwo als Werbegeschenk bekommen hatte, dort war der Test leider nicht so erfolgreich, die Lesegeschwindigkeit war ungenügend. Damit ein kontinuierlicher Datenstrom vor allem bei HD-Aufnahmen gewährleistet ist muss der Stick schon eine entsprechend hohe Lese-, bzw. auch Schreibgeschwindigkeit unterstützen, das ist bei meinem “Geschenk” leider nicht der Fall.

Bei meiner Festplatte ist aber alles OK, ich habe dann auch gleich mal eine Aufnahme gestartet, auf Arte HD lief grade nochmal die letzte Wiederholung von Mars Attacks.

Laufende Aufnahme mit TechniSat Digit HD8-S

Laufende Aufnahme mit TechniSat Digit HD8-S

Die Aufnahme klappt problemlos, lässt sich ohne Ruckler abspielen. Wenn grade eine Aufnahme läuft kann allerdings nicht umgeschaltet werden, auch nicht auf einen Sender auf dem gleichen Transponder, das ist bei vergleichbaren Geräten anderer Hersteller allerdings meistens möglich. Ob das noch nachgerüstet wird kann ich nicht sagen. Während einer Aufnahme lässt sich aber eine aufgenommene Sendung von der Festplatte abspielen.

Während der Aufnahme kann nicht umgeschaltet werden

Während der Aufnahme kann nicht umgeschaltet werden

Das Aufnahmenarchiv erreicht man über die OK-Taste, danach über die grüne Taste auf der Fernbedienung.

Das Aufnahmenarchiv des Digit HD8-S

Das Aufnahmenarchiv des Digit HD8-S

Sobald man mit der Auswahl eine Aufnahme auswählt startet diese rechts im Vorschaufenster direkt mit der Wiedergabe. Es besteht die Möglichkeit, Aufnahmen durch Tastendruck vor versehentlichem löschen zu schützen. Ebenfalls lassen sich genau wie beim Sat-Empfang auch Details zu den gemachten Aufnahmen abrufen, beispielsweise Videobitrate, Auflösung, Format etc. Ein Druck auf “Verwalten” öffnet die Aufnahmenverwaltung. Hier lassen sich Aufnahmen dann auch Bearbeiten. Es lassen sich Marken setzen, Bereiche löschen und kopieren sowie Aufnahmen umbenennen.

Aufnahmen können auch nachbearbeitet werden

Aufnahmen können auch nachbearbeitet werden

Das EPG trägt beim TechniSat den Namen “SFI” (Sieh Fern Info). Beim Aufruf bekommt man in der Hauptübersicht gleich die ersten 11 Programme und deren laufende Sendungen präsentiert. Anhand des gelben Balkens kann man sehen, wie weit die aktuelle Sendung schon fortgeschritten ist. Hat man einen Timer programmiert, wird die jeweilge Sendung rot hervorgehoben.

Das EPG trägt bei TechniSat den Namen SFI

Das EPG trägt bei TechniSat den Namen SFI

Über die farblichen Tasten kann man dann die nachfolgenden Sendungen anzeigen lassen. Über die rote Timer-Taste lassen sich bequem Timer programmieren, beispielsweise um eine Sendung auf Festplatte aufzuzeichnen oder einfach nur auf den Kanal zu wechseln, wenn die gewünschte Sendung startet.

Übrigens bietet das Gerät sogar eine Web-Oberfläche zur Timerprogrammierung. Voraussetzung zur Nutzung ist, das der Receiver auch in das heimische Netzwerk eingebunden ist und die IP-Adresse bekannt ist. So können auch Timer-Programmierungen über den Internet-Explorer vorgenommen werden, auch wenn man nicht vor dem TechniSat Receiver sitzt. Das ganze sieht dann so aus:

Timer sind auch über eine Weboberfläche programmierbar

Timer sind auch über eine Weboberfläche programmierbar

Ist übrigens ganz nett, das er sogar den Namen der Sendung einfügt, wenn man die Zeiten eingegeben hat und das ganze abschickt. Ich habe einfach ein paar Zeiten eingetippt und “Küstenwache” und “taff” hat er selbst eingefügt.

[ad#hd8s-300]Die Bildqualität ist bei SD und auch bei HD-Programmen über HDMI sehr gut. Sehr gut finde ich auch die Umsetzung der Record-Taste auf der Fernbedienung. Drückt man drauf fängt das Gerät ohne weitere Abfrage sofort mit der Aufnahme an, also wirklich kein Menü, keine Abfrage….nichts. Bei meinem anderen Gerät habe ich mich nämlich mal geärgert, das ich erst noch in Minutenabständen die Aufnahmedauer einstellen musste, bevor das Gerät endlich mit der Aufnahme startete.

So ich werde jetzt mal zum Ende kommen. Ich könnte hier noch viele weitere Kleinigkeiten mit aufführen, aber das würde dann doch den Rahmen des Testberichts und vor allem mein Zeitbudget sprengen. Außerdem gibt es ja auch noch eine Anleitung, in die man schauen kann, falls man irgendwas wissen möchte.

Mein Fazit zum TechniSat Digit HD8-S

Das Gerät bietet die bewährte TechniSat Qualität, ist sehr gut verarbeitet, hat schnelle Umschaltzeiten, eine schnelle Startzeit und vor allem ein sehr gutes Bild, sowohl bei HD als auch bei SD-Sendungen. Dank der neuen Firmware sind auch PVR-Funktionen integriert, die zumindest bei meinen Tests problemlos mit einer externen 250GB Festplatte funktionierten. Über die Netzwerkschnittstelle kann das Gerät ins Heimnetzwerk integriert werden, es lassen sich beispielsweise MP3-Dateien oder auch Bilder direkt über Netzwerk vom heimischen PC aus auf dem TechniSat anzeigen. Über die beiden CI-Slots konnte ich mit meinem Alphacrypt-Modul (Firmware 3.16) auch Premiere entschlüsseln, es dauert ca. 5-6 Sekungen bis das Bild entschlüsselt wird.

Der TechniSat Digit HD8-S gehört auf jeden Fall zu den Spitzengeräten der HDTV-Receiver ohne integrierte Festplatte.

Der aktuelle Marktpreis des Digit HD8-S liegt bei ca. 300 Euro.

Das Gerät ist übrigens auch als Kabel-Variante mit der Bezeichnung “TechniSat Digit HD8-K” verfügbar.

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