Opticum HD 9600 S Testbericht

August 10th, 2010 Leave a comment Go to comments

Opticum HD 9600 S Testbericht

Auf den Testbericht des Opticum HD 9600 S war ich selbst sehr gespannt, denn ein Opticum Gerät hatte ich bisher noch nicht in meiner Umgebung zum Test, zudem hatte ich über den HD 9600 S schon einiges gelesen und war sehr gespannt wie sich das Gerät in der Praxis macht.

Frisch ausgepackt, der Opticum HD 9600 S

2 CI-Einschübe + 2 Conax Slots

Nach dem Öffnen des Kartons hatte ich das Gerät zum ersten mal in der Hand. Bei einem echten Kampfpreis von ca. 140 Euro hat er verhältnismaßig viel zu bieten, so finden sich hinter der rechten Frontklappe 2 Common-Interface-Einschübe für den Pay-TV Betrieb wieder, und zudem noch 2 integrierte Kartenleser für das Verschlüsselungssystem Conax, für Pay-TV lässt er kaum Wünsche offen. Zur Entschlüsselung der neuen HD+-Plattform von Astra zum Empfang der hochauflösenden privaten Fernsehsender von RTL und ProSieben Sat1 ist er von Hause aus allerdings nicht geeignet.

Im Lieferumfang enthalten ist kein HDMI-Kabel, dieses muss zusätzlich gekauft werden.

An der Vorderseite befinden sich an der linken Seite 3 Tasten, über die man den HD 9600 S zum einen ein-/ausschalten kann, außerdem kann man das Menü aufrufen und komplett mit den Tasten bedienen. Hierzu verwendet man dann die OK-Taste sowie den “Kreis” rechts daneben, über den man rechts/links und oben/unten in den Menüs navigieren kann. Das Display des Opticum HD 9600 S ist ein 8-stelliges alphanumerisches und kann den Sendernamen zumindest bis zur 8. Stelle darstellen. Ist der Name länger wird er beim umschalten kurz durchgescrollt, anschliessend einfach im Display auf 8 Zeichen abgeschnitten.

Leuchtet im Standby-Betrieb

Das “Gimmick” schlechthin ist die Beleuchtung im Standby-Betrieb. Der “Kreis” zum Navigieren an der Front ist dann nämlich mit einem kleinen leuchtenden Rahmen umgeben. Sieht wirklich schick aus, allerdings kann ich mir vorstellen, dass jenachdem wo das Gerät steht dieses auch ziemlich nervig sein kann. Hat man das Gerät beispielsweise im Schlafzimmer stehen hat man so immer eine Dauerbeleuchtung im Raum, vor allem Nachts könnte das vielleicht doch störend sein.

Auch an der Rückseite hat der Opticum HD 9600 S relativ viel zu bieten, vor allem der Netzwerkanschluß und die digitalen Audioausgänge (optisch und koaxial) sowie der HDMI-Anschluß machen Ihn für seinen Preis zum Renner. Selbst eine RS232-Schnittstelle sowie ein SCART-Anschluß und ein Netzschalter sind noch an der Rückseite zu finden.

Rückansicht des Opticum HD 9600 S

Was das Gehäuse selbst betrifft…ok die linke Seite mit dem runden Knopf ist etwas gewöhnungsbedürftig, aber ansonsten ist das Gerät gut verarbeitet und sieht gar nicht so schlecht aus. Einzigst die rechte Klappe hinter der sich die Einschübe für Pay-TV verbergen ist bei meinem Gerät etwas wackelig. Das liegt wohl daran, daß die rechte Halterung leicht beschädigt ist. Ich schiebe das mal auf einen Transportschaden.

Stromverbrauch

Natürlich ist das Thema Stromverbrauch sehr wichtig und wird deshalb auch in meinem Testbericht mit aufgenommen. Der Opticum HD 9600 S verspricht laut Verpackung ein sparsamer Geselle im Standby-Betrieb zu sein, er soll weniger als 1 Watt verbrauchen.

Mein Energiemessgerät zeigt sogar einen Wert von 0,0 Watt im Standby an ! Nach dem Start im laufenden Betrieb wird ein Verbrauch von 19,4 Watt bei einem SD-Sender angezeigt. Schaltet man auf ein HD-Programm um, steigt der Wert auf 19,9 Watt. Wer zudem noch Pay-TV schaut und ein Alphacrypt CI-Modul einsteckt kommt auf ca. 21 Watt Verbrauch.

Verbrauch im Standby und im Betrieb

Nach dem ersten Einschalten startet der HD 9600 S mit einem Installationsassistenten, der gleich die wichtigsten Einstellungen in Bezug auf Bild, Ton und Sat-Antenne abfragt, die Einstellungen sind wirklich schnell vollzogen.

Die Einstellung der Sat-Anlage beim Opticum HD 9600 S

Hat man die Sat-Anlage erstmal eingestellt kann man über die rote Taste auf der Fernebdienung gleich einen Sendersuchlauf starten lassen. Ein kleines Manko an dieser Stelle war zumindest bei meinem Gerät die Liste der Astra Transponder, bei der doch einige Transponder fehlten. Diese lassen sich jedoch manuell hinzufügen.

Der Sendersuchlauf ist übersichtlicht und schnell

Hat man die Grundeinstellungen erstmal vorgenommen und beendet, schaltet der Opticum HD 9600 S in den normalen Betriebsmodus und zeigt das laufende Programm an. Beim Umschalten oder einem Druck auf die “info”-Taste der Fernbedienung erscheint das Informationsmenü, welches Informationen zum laufenden Programm anzeigt.

Die Infobox ist übersichtlich gehalten

Das Menü ist nicht überladen, sondern zeigt die wichtigsten Infos direkt auf einen Blick an. Man kann die aktuelle Sendung und die darauf folgende sehen, der Fortschritt der aktuellen Sendung ist am Balken und der Prozentangabe zu sehen. Die “Icons” oben rechts zeigen verschiedene Parameter zum laufenden Sender an. Man kann sehen, ob der Sender in HD-Auflösung sendet oder ob es sich um Pay-TV handelt. Weiterhin wird angezeigt, ob Untertitel, Videotext oder AC3-Ton vorhanden sind. Die beiden größeren Symbole darunter zeigen eine mögliche Aufnahme oder die Timeshift-Funktion an. Ist kein USB-Datenträger eingesteckt sind die Icons grau hinterlegt.

Ein weiterer Druck auf die “info”-Taste zeigt dann detaillierte Infos zur laufenden Sendung. Durch die rechte Pfeiltaste wird auch die Detailinformation zur nächsten Sendung angezeigt.

Detailinformationen zur laufenden und nächsten Sendung

Der normale Programmwechsel kann entweder direkt über die Pfeiltasten der Fernbedienung geschehen (rauf/runter), alternativ kann man die “OK”-Taste drücken um in die Programmübersicht zu gelangen. Hier kann man dann bequem den passenden Sender raussuchen und ihn über OK auswählen. Am unteren Rand finden sich dann weitere Menüpunkte, man kann z.B. noch Sender anhand von Gruppen anzeigen lassen (Satellit, Favoriten, Provider). Auch eine Sortierfunktion (numerisch, alphabetisch, unverschlüsselt/verschlüsselt) ist vorhanden, zudem kann man über eine Suchmaske bestimmte Sender heraussuchen lassen und Favoritenlisten verwalten.

Die Programmübersicht beim Opticum HD 9600 S

Aufnahmefunktion und Timeshift über USB (PVR-Funktion)

Sobald man am hinteren USB-Port einen Datenträger einsteckt (USB-Stick, USB-Festplatte) wird der Opticum HD 9600 S zum digitalen Videorekorder. Über das Einstellungsmenü sollte der USB-Datenträger allerdings zuerst auf seine Geschwindigkeit getestet werden, eine entsprechende Funktion findet sich im Menü “Multimedia-Festplatteneinstellungen-Festplatte Geschwindigkeit”. Grade billige USB-Sticks haben doch recht häufig eine miserable Schreibgeschwindigkeit (1-2 MB/s). Diese eignen sich zur Aufnahme nur sehr beschränkt, für HD-Programme schon mal überhaupt nicht. Über das genannte Menü kann man den Stick testen und bekommt so Gewissheit, ob der Stick geeignet ist oder nicht. USB-Festplatten können normalerweise problemlos genutzt werden.

Testfunktion für den USB-Datenträger

Hat man eine entsprechend für gut befundene Festplatte angeschlossen, muss diese noch kurz formatiert werden. Am besten macht man das ebenfalls über das Receivermenü, eine Funktion dazu findet man im gleichen Menüzweig wie der Geschwindigkeitstest. Sind alle Hürden genommen können Funktionen wie Timeshift und Aufnahme auch sofort genutzt werden. Timeshift bedeutet ja nichts anderes als zeitversetzt Fernsehen zu können.

Bild mit aktiviertem Timeshift

Schaut man grade einen spannenden Film und das Telefon klingelt drückt man einfach auf die Pausentaste und das Bild bleibt sofort stehen. Hat man das Telefonat beendet genügt ein erneuter Druck auf die Pausentaste und der Film läuft weiter, als wäre nichts gewesen. Natürlich wurde der Film während des Telefonates auf dem USB-Stick zwischengespeichert und nun wird er von dort wiedergegeben, aber der Nutzer merkt davon nichts. Eine sehr nette Funktion, die ich wirklich fast täglich verwende. Bei meinem Test des Opticum HD 9600 S hatte ich damit soweit keine Probleme, lediglich vereinzelt hatte ich bei der Fortsetzung des Films keinen Ton.

Timer-Aufnahmen lassen sich bequem über das EPG einprogrammieren. Ich habe zwar schon wesentlich schönere und bessere EPGs gesehen (z.B. das Premium tvtv-EPG bei Kathrein), aber auch das EPG des Opticum ist für seinen Zweck ausreichend. 10 Sender werden in der Übersicht dargestellt und man kann die nächsten 2 Stunden auf einen Blick sehen. Das EPG schaut maximal 7 Tage in die Zukunft.

Das EPG reicht für 7 Tage

Möchte man eine Sendung aufnehmen, genügt ein druck auf die “REC”-Taste der Fernbedienung, um die gewählte Aufnahme zu programmieren. Während meines Tests wurden alle Aufnahmen auch aufgezeichnet und diese lassen sich auch problemlos abspielen. Eine Liste aller gemachten Aufnahmen bekommt man über die Taste “File List” auf der Fernbedienung. In diesem Menü lassen sich die einzelnen Aufnahmen auch wieder löschen oder umbenennen. Sogar eine Funktion zum Sperren von Aufnahmen ist vorhanden. So kann man den ein oder anderen FSK 16 Film auch vor den jüngeren Familienmitgliedern sperren. Wenn man einen gesperrten Film abspielen möchte kommt eine PIN-Abfrage. Die PIN kann in der Konfiguration festgelegt werden.

Die Liste aller Aufnahmen

Einstellungsmenü

Über die Menü-Taste der Fernbedienung gelangt man in den Einstellungsbereich des Gerätes. Hier finden sich Funktionen zur Bearbeitung der Senderliste und der Favoritenlisten wieder. Eine genaue Beschreibung erspare ich mir hier, dazu ist ja das Handbuch in der Lage.

Neben den üblichen Grundeinstellungen (Bild/Ton) findet man hier auch Einstellungsmöglichkeiten für eine Kindersicherung. Für den Bereich Pay-TV finden sich im Menü ebenfalls Menüpunkte für die Common Interface Einschübe und die beiden Conax Kartenleser wieder. Sobald man dort was eingesteckt hat werden hier die entsprechenden Informationen angezeigt.

Im System-Menü lassen sich Informationen zu den Software, bzw. Hardware-Versionen des Gerätes abrufen. Hier kann man ebenfalls sehen, welchen Software-Stand das Gerät hat und wann die letzte Aktualisierung erfolgt ist.

Übersicht der Systeminformationen

Im gleichen Menü lässt sich auch eine Aktualisierung der Software durchführen. Man kann die neue Software entweder über einen USB-Stick einspielen oder auch bequem via Satellit nach neuer Software suchen lassen.

Bildqualität

Die Bildqualität des HD 9600 S ist wirklich sehr gut und ich war positiv überrascht. Das Gerät kann in diesem Punkt durchaus auch mit den bekannten Markengeräten mithalten. Der Kontrast ist gut und das Gerät bietet satte Farben und bietet vor allen natürlich bei HD-Sendern ein sehr scharfes und pixelgenaues Bild.

Fazit

Der Opticum HD 9600 S ist für seinen relativ niedrigen Preis von ca. 140 Euro gut ausgestattet und gut verarbeitet, zudem legt das Gerät eine sehr gute Bildqualität an den Tag. Über die USB-Schnittstelle an der Rückseite kann der Opticum zum Videorekorder (PVR) ausgebaut werden, Aufnahmen lassen sich bequem über den EPG programmieren. Mit den beiden CI-Einschüben ist er zudem für den Empfang von Pay-TV (z.B. Sky) geeignet, einzigst seine Unterstützung für HD+ fehlt. Die Funktion der Netzwerkschnittstelle an der Rückseite beschränkt sich zumindest in der aktuellen Software-Version 3.28 auf eine “Twitter”-Funktion, Kopierfunktionen und Abspielen von Mediendateien aus dem Netzwerk sind daher nicht möglich.

Dennoch kann man den Opticum HD 9600 S bedenkenlos eine Kaufempfehlung aussprechen, es handelt sich um ein sehr gut ausgestattetes HDTV-Einsteigergerät. Zudem scheint die Software zumindest während meiner Tests recht fehlerfrei zu laufen, ich hatte keinerlei Abstürze.

Weitere Details zum Opticum HD 9600 S und Bestellung bei Amazon

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