NanoXX 9500HD Testbericht

Auf den Testbericht des NanoXX 9500HD war ich selbst sehr gespannt, denn ein Gerät von NanoXX hatte ich bisher noch gar nicht im Test und einige Auszeichnungen und Empfehlungen hat das Gerät ja auch schon erhalten. Vielen Dank nochmal an dieser Stelle an das NanoXX Team zur Bereitstellung des Testmusters. Also jetzt mal los an die Arbeit. Erstmal den Inhalt der Verpackung sichten, was ist alles dabei ? Der NanoXX 9500HD, die Fernbedienung, HDMI-Kabel und Netzkabel, es kann also losgehen.

Verpackungsinhalt des NanoXX 9500HD

Verpackungsinhalt des NanoXX 9500HD

Ein Blick hinter die rechte Klappe zeigt die beiden Common Interface Slots zum Empfang von Pay-TV. Es muss nur noch ein passendes CAM-Modul und die Smartcard des jeweiligen Anbieters eingesteckt werden. Zusätzlich zu den beiden CI-Slots hat der 9500HD noch einen integrierten Kartenleser für die Verschlüsselungssysteme Conax, X-Crypt, DG-Crypt, Firecrypt und Crypton (Bild: oberer Slot).

2 CI-Slots und 1 Conax Cardreader zum Empfang von Pay-TV

2 CI-Slots und 1 Conax Cardreader zum Empfang von Pay-TV

Ein Blick auf die Rückseite läßt erahnen, was der NanoXX alles kann. Neben einer RS-232 Schnittstelle, einem USB-Port und einem Ethernet-Port sind noch ein HDMI-Port zum Anschluß des Flachbildfernsehers und 2 SCART-Anschlüsse vorhanden. Zusätzlich hat der 9500HD noch analoge Video- und Audioausgänge, einen Komponentenausgang, einen optischen Digitalausgang (S/P DIF) und einen Koaxialen Digitalausgang. Als letztes ist der S-Video Ausgang zu erwähnen, über den ein TV-Gerät mit S-Video Eingang angesprochen werden kann. Um das Gerät komplett Stromlos zu schalten ist ein Netzschalter an der Rückseite vorhanden.

Anschlußvielfalt an der Rückseite des NanoXX 9500HD

Anschlußvielfalt an der Rückseite des NanoXX 9500HD

Die Fernbedienung des NanoXX 9500HD ist relativ “normal”. Was mich ein wenig stört ist das Gewicht, sie ist sehr leicht. Sie rutscht mir manchmal fast aus der Hand, man gewöhnt sich aber schnell dran. Sie ist klar strukturiert, in der Mitte befindet sich die Navigation und der OK-Button, unten die PVR-Tasten. Die “Besonderheiten” (Mosaikfunktion, Sleep-Timer, Audiospur-Auswahl und Sat-Übersichtsliste) sind farblich hervorgehoben. Aus allen Menü’s und Untermenü’s kann man mit der “Back” Taste heraus bzw. eine Ebene höher.

Die Fernbedienung des NanoXX 9500HD

Die Fernbedienung des NanoXX 9500HD

Los geht’s an die Installation des Geräts, angeschlossen ist schon alles. Als Softwarestand hat der NanoXX 9500HD jetzt die Version 02.44.00, die habe ich noch schnell aktualisiert, da zwischenzeitlich eine neue rausgekommen ist, schliesslich möchte ich beim Test ja einen aktuellen Stand haben. Die Installation der neuen Software war recht einfach. Die neue Version habe ich auf der Webseite von NanoXX runtergeladen und auf einen USB-Stick kopiert, diesen dann am hinteren USB-Slot eingesteckt. Dann geht man ins Menu des Receivers auf Multimedia und wählt den USB Stick aus. Dort sieht man dann den Inhalt des USB-Sticks und wählt die Firmware-Datei aus und bestätigt mit der OK Taste. Dann kommt noch eine Abfrage, ob die Software aktualisiert werden soll, und dann gehts los.

Software-Update beim NanoXX 9500HD

Software-Update beim NanoXX 9500HD

Nach der Installation des Gerätes und des Software-Updates habe ich erstmal einen Werksreset gemacht, anschliessend meldet sich das Gerät praktischerweise mit einem Installationsassistenten, der die wichtigsten Dinge wie Sprache und Antenneneinstellungen abfragt und im Anschluß entweder direkt einen Kanalsuchlauf durchführt, oder man eine Standard Sendertabelle einspielt, letzteres ist aufgrund der Aktualität allerdings nicht zu empfehlen. Ich für meinen Teil habe meine 4 Satelliten konfiguriert, die übrigens in der Satellitenliste auch schön den Positionen im All nach sortiert waren und dann den Suchlauf gestartet. Dieser läuft relativ schnell durch, da kenne ich andere Geräte bei denen das ziemlich lange dauert. Die komplette Suche über 4 Satelliten (Astra 19.2, 23,5, 28,2 und Hotbird 13 Grad) hat bei mir ca. 16 min gedauert, das ist wirklich schnell.

Sendersuchlauf beim NanoXX 9500HD

Sendersuchlauf beim NanoXX 9500HD

Anzeige der gefundenen Sender & Radioprogramme

Anzeige der gefundenen Sender & Radioprogramme

Nach dem Scan kommt die Meldung wieviel TV und Radiosender gefunden wurden, dann noch abspeichern und das Gerät ist fertig installiert, es erscheint nun Programmplatz 1, das Gerät ist betriebsbereit.

Die Infobox, die beim Umschalten im Bild eingeblendet wird ist sehr übersichtlich gehalten und gibt alle Informationen wieder, die benötigt werden. Auf der rechten Seite wird bei HD-Sendern auch ein kleines HD-Logo eingeblendet, ebenso gibt es Symbole für gesperrte Kanäle, Radiokanäle, verschlüsselte Kanäle, Untertitel und Videotext. Ganz rechs befinden sich 2 Balken für Signalstärke und Signalqualität

InfoBox des NanoXX 9500HD, alles übersichtlich dargestellt

InfoBox des NanoXX 9500HD, alles übersichtlich dargestellt

Drückt man erneut auf die Infotaste der Fernbedienung wird ein Fenster mit Informationen zur aktuellen Sendung angezeigt. Per Pfeiltaste kann man auch direkt die folgenden Sendungen auswählen und Infos abrufen, praktisch.

Informationen zur aktuellen und folgenden Sendungen

Informationen zur aktuellen und folgenden Sendungen

Drückt man nochmal auf Info kommen die richtig interessanten Details zum aktuell ausgewählten Kanal. Hier wird z.B. Auflösung, Seitenverhältnis, Framerate, Bitrate und Details zum Audio Stream angezeigt. Für alle die sich etwas näher mit der Materie beschäftigen sicherlich eine Interessante Anzeige. Die Videobitrate von 60,000 ?? MBit (?) halte ich allerdings für etwas hoch 😉 Bei Anixe HD liegt die Bitrate im Schnitt zwischen 8 und 10 MBit/s.

Für alle die mehr wissen wollen

Für alle die mehr wissen wollen

Die Kanalliste erreicht man wie bei den meisten Receivern durch drücken der “OK” Taste auf der Fernbedienung. In der normalen Übersicht sind Sender mit Verschlüsselung und HD-Sender gleich mit einem entsprechenden Icon gekennzeichnet, unverschlüsselte Sender haben kein Icon.

Die Kanalliste erreicht man über OK auf der Fernbedienung

Die Kanalliste erreicht man über "OK" auf der Fernbedienung

Man kann allerdings auch in eine Detailanzeige gehen, in der man die Sender nach Alphabet, Anbieter, Frequenz und HDTV anzeigen lassen kann, so ist es möglich ohne großen Aufwand eine Anzeige aller HDTV-Sender zu bekommen, finde ich super.

Sortierfunktionen der Programmliste beim NanoXX 9500HD

Sortierfunktionen der Programmliste beim NanoXX 9500HD

Auf der Fernbedienung befindet sich auch eine Zoom-Taste. Ist ganz nett, das sieht dann so aus:

Zoomfunktion beim NanoXX 9500HD

Zoomfunktion beim NanoXX 9500HD

In dem gezoomten Bildausschnitt kann man dann mit den Pfeiltasten auf der Fernbedinung auch noch in alle Richtungen scrollen und so andere Bildbereiche erreichen.

Auch eine Mosaik-Funktion ist enthalten, man kann entweder 2×2 oder 2×3 Programme anzeigen lassen:

Der NanoXX 9500HD schont dank seines geringen Stromverbrauchs die Umwelt. Das Gerät verbraucht im Standby grade mal 1,8 Watt und im laufenden Betrieb weniger als 20 Watt.

Standby: 1,8 Watt - Betrieb: 19,3 Watt

Standby: 1,8 Watt - Betrieb: 19,3 Watt

Zwecks PVR-Test habe ich mal einen 2 GB USB-Stick hinten eingesteckt und diesen über das Setup des NanoXX formatiert, hat problemlos geklappt. Formatiert wird mit FAT16, und auf dem Stick werden gleich 3 Verzeichnisse “Record, Media und Timeshift” angelegt. Nett ist auch die Detailanzeige, wieviel Platz belegt ist, wieviel noch frei ist, die Gesamtkapazität und das Dateisystem (FAT16).

Übersicht des angeschlossenen USB-Sticks

Übersicht des angeschlossenen USB-Sticks

Wird eine Aufnahme manuell über die Fernbedienung gestartet kommt gleich die Frage, ob die Aufnahmezeit der aktuellen Sendung aus dem EPG übernommen werden soll, ist natürlich super damit man nicht noch grossartig die Endzeit der Aufnahme raussuchen und einstellen muss. Eine laufende Aufnahme wird bei der Anzeige des Infofensters oben rechts im Bild mit dargestellt. Der NanoXX kann übrigens auch 2 Sendungen parallel aufnehmen, wenn diese auf dem gleichen Transponder liegen.

Anzeige der laufenden Aufnahme im Infofenster

Anzeige der laufenden Aufnahme im Infofenster

Über die “Media”-Taste auf der Fernbedienung wird dann der Inhalt des USB-Sticks angezeigt. Die jeweilige Aufnahme wird auf der rechten Seite nochmal im Detail angezeigt. Man achte im Screenshot mal auf die Dateigrösse der 38-Sekündigen Testaufnahme.  Stolze 70MB für 38 Sekunden, na wenn das kein echtes HD ist 😉

Aufruf des Medienarchivs auf dem angeschlossenen USB-Stick

Aufruf des Medienarchivs auf dem angeschlossenen USB-Stick

Sollte in der Aufnahme Werbung vorhanden sein, kann diese mit Markern zum Überspringen markiert werden. Auch direktes schneiden einer Aufnahme ist möglich.

Mit dem Alphacrypt Modul hatte ich im NanoXX 9500HD so meine Probleme. Teilweise dauerte es sehr lange, bis ein verschlüsselter Premiere Sender über meine Nagra 3 Karte angezeigt wurde, sogar bis zu 30 Sekunden. Im nachhinein habe ich aber festgestellt, das dies nur so extrem war, weil ich noch ein 2. Modul eingesteckt hatte. Nachdem das Alphacrypt alleine in der Box war, waren die Zeiten ok.

Die Übertragung der Aufnahmen auf dem angeschlossenen USB-Stick oder der USB-Festplatte zum PC ist über FTP möglich. Eine genaue Anleitung wie das einzurichten ist liegt auf der NanoXX Webseite bereit. Falls mehrere NanoXX Boxen im Haus vorhanden sind (9500HD / 9800HD) und diese über Netzwerk verbunden sind kann auch von einer Box zur anderen gestreamt werden, sprich Aufnahmen von einer Box können auf der anderen angeschaut werden. Eine Anleitung hierfür liegt ebenfalls auf der NanoXX Webseite bereit.

Mein Fazit: Der NanoXX 9500HD hat mich sehr überzeugt, das Gerät würde ich mir durchaus auch selbst kaufen. Die Ausstattung ist Top, die Fernbedienung reagiert sehr schnell, schnelle Umschaltzeiten (unter 1 Sek.) und ein superscharfes Bild, sowohl bei SD als auch bei HD-Programmen. Während des gesamten Testzeitraums hatte ich keine Stabilitätsprobleme oder Abstürze mit der Box, sie läuft sehr stabil. Das Gehäuse ist gut verarbeitet und schön kompakt, auch die Fernbedienung ist durchdacht und die Tastenpaare sind strukturiert und gut aufgeteilt. Von Hause aus brigt das Gerät PVR-Unterstützung für USB-Datenträger mit, Aufnahmen konnte ich ohne Probleme machen und auch wieder abspielen. MP3’s und auch die Anzeige von Photos sind für die Box kein Problem. Dank der Netzwerkfähigkeit ist die Übertragung der aufgenommenen Daten auf den PC schnell und problemlos machbar.

Als kleines Manko würde ich die schlechte Lesbarkeit der “Sonderanzeigen” im Display bezeichnen. Wenn man sich nicht direkt vor der Box steht sind die kleinen Anzeigen (z.B. Auflösung, USB, HD) nicht lesbar. Das ist aber auch bei den meisten anderen Boxen so und kein NanoXX Problem. Die Anzeige des Sendernamens ist aber gut lesbar.

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